Fahrradquerung Camsdorfer Brücke

Ausgangssituation

Bereits seit vielen Jahren ist sowohl der Stadtverwaltung als auch der Politik bewusst, dass im Bereich des westlichen Brückenkopfes der Camsdorfer Brücke aus Sicht der Verkehrssicherheit dringender Handlungsbedarf besteht. Da nach Einschätzung der Straßenverkehrsbehörde die umliegenden Straßen weitestgehend ausgelastet sind, sollen Lösungsmöglichkeiten nicht zu Einbußen der Leistungsfähigkeit führen,  insbesondere für den Straßenbahn- und Busverkehr als auch den Kfz-Verkehr. Das ist notwendig, da sonst auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei nicht mehr rechtzeitig und zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen können.

Im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung der Stadt (z.B. neue Schulstandorte in Jena-Ost und Entwicklung des Inselplatzes zum Universitäts-Campus) ist zu erwarten, dass der Handlungsdruck in diesem Bereich zukünftig deutlich steigen wird.

In Spitzenzeiten überqueren aktuell fast 150 Radfahrer pro Stunde die Camsdorfer Brücke. Da die Aufstellflächen an der Ampelanlage unter dem Bahndamm viel zu wenig Platz bieten (vor allem für Fahrräder mit Anhängern und größere Gruppen), quert eine größere Zahl von Fußgängern und Radfahrern ungesichert mehrere Fahrstreifen. Das geschieht zum Teil im Rückstau des KFZ-Verkehrs an der Ampelanlage auf der Camsdorfer Brücke, was regelmäßig zu Konflikten führt.

Vor allem für Kinder und Jugendliche ist die Verkehrssituation unübersichtlich und bietet keinen sicheren Schulweg. Nicht zuletzt fehlt es an einer klaren Wegeführung für Fahrradtouristen auf dem Saaleradweg.

Geprüfte Varianten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Zur Lösung der komplexen, problematischen Situation wurden drei grundsätzliche Varianten – zum Teil in Alternativen – zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern untersucht:

  • Variante 1 - Ampelgeregelte Querungen,
  • Variante 2 - Straßenverkehrsrechtliche Regelungen und
  • Variante 3 - Brücken und Unterführungen.

In der Abwägung aller Vor- und Nachteile der geprüften Varianten ist aus aktueller Sicht der Stadtverwaltung nur mit einer Unterführung eine verkehrssichere Lösung für alle Verkehrsteilnehmer zu realisieren.

Wenn es Lösungsansätze gibt, die der Stadtverwaltung aktuell nicht bekannt sind und die sowohl finanziell als auch zeitnah umsetzbar sind, dann können diese gern in die öffentliche Diskussion eingebracht werden.

Die bisher geprüften Varianten haben wir für die interessierte Öffentlichkeit in einer Informationsbroschüre zusammengefasst (siehe Downloads).